Entwicklung des Karate

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Die Techniken des Karate sind entwickelt worden, um sich best möglich in einem Kampf zu verhalten und den Kampf so schnell wie möglich zu beenden. Daher sind alle „Verzierungen“ und sinnlosen „Floskeln“ beseitigt worden. In Zeiten, als Bürger in Japan keine Waffen tragen durften, aber Kriminelle die Wege belagerten, ist diese Kampfkunst entwickelt worden. Zunächst innerhalb von Familien geübt wurden daraus landesweit verstreute Schulen (Ryu), die jeweils ihren eigenen Stil hatten. Später dann kam noch der Verhaltenskodex der Samurai des Bushido hinzu. Aus Wikipedia ….

Verhaltenskodex und Philosophie 

Bushidō ist eine Weiterentwicklung der Philosophie des Budō, die auf die Tätigkeit und Aufgaben eines Samurai abgestimmt wurde. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit der absoluten Loyalität des Samurai bzw. bushi gegenüber seinem Lehnsherren (Daimyō) und der Bereitschaft, für diesen und die Werte des Bushidō sein Leben zu lassen. Die Samurai und der Lebensweg des Kriegers waren hoch anerkannt, nicht zuletzt weil die Samurai einen der höchsten Stände der japanischen Gesellschaft zu den verschiedensten Epochen der japanischen Geschichte darstellten.

Für die Samurai war es selbstverständlich, neben dem Kriegshandwerk eine Ausbildung in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Religion und Philosophie zu machen (文武両道, bumbu ryōdō, dt. beide Wege von Literatur und Krieg(skunst)). An erster Stelle stand jedoch immer die Loyalität zum Lehnsherrn. Die Samurai entwickelten einen strengen Verhaltenskodex, der u. a. die sieben Tugenden eines Kriegers (Bushi) beinhaltete. Dieser Kodex war die Basis für alle Verhaltensweisen, auch im privaten Bereich. Verstöße gegen diesen Ehrenkodex wurden als würdelos und unehrenhaft empfunden. Die Scham, gegen den Bushidō verstoßen zu haben, führte oft zum rituellen Suizid, dem Seppuku.

Die sieben Tugenden

  1. Gi (): Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit
  2. Yu (): Mut
  3. Jin (): Güte
  4. Rei (): Höflichkeit
  5. Makoto () oder Shin (): Wahrheit und Wahrhaftigkeit
  6. Meiyo (名誉): Ehre
  7. Chūgi (忠義): Treue oder auch Chū (): Pflicht und Loyalität

Die fünf Hauptforderungen

Die fünf Hauptforderungen des Bushidō, die auch unter dem Begriff Dōjōkun zusammengefasst werden, waren:

Treue
Treue gegenüber deinem Herrscher und Heimatliebe
Treue und Achtung vor den Eltern
Treue zu dir selbst, Fleiß
Höflichkeit
Liebe
Bescheidenheit
Etikette
Tapferkeit
Härte und Kaltblütigkeit
Geduld und Ausdauer
Schlagfertigkeit
Offenheit und Aufrichtigkeit
Ehrgefühl
Gerechtigkeit
Einfachheit
Reinheit

Manche religiös orientierte Schriften ordnen den Bushidō auch in sieben Tugenden entsprechend den sieben großen Kami des Shintō: Ehrlichkeit, Mut, Mitgefühl, Höflichkeit, Ehrhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Loyalität. (Quelle: Wikipedia)

Erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Karate weltweit durch Japanische Meister bekannt. Hinzu kamen die Wettkampforientierung, um die tötlichen Vergleichskämpfe zwischen den Schulen zu beenden. Heute sind Wettkämfe bis hin zu Weltmeisterschaften üblich.

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